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Aufzucht

 

In SwissEmys haben sich bis jetzt 3 erfahrene Züchter Europäischer Sumpfschildkröten zusammengeschlossen, um gemeinsam Jungtiere in naturnahen Teichen aufzuziehen und sie für Wiederansiedlungsprojekte in der Schweiz zur Verfügung zu stellen.

Für die Zucht werden Auffangtiere eingesetzt, die vor Jahren als vermeintlich entlaufen in der Nähe von Schweizer Gewässern aufgegriffen wurden. Die Finder glaubten damals, richtig zu handeln. Ursprungsnachweise und Haltebewilligungen brauchte es noch nicht, galten doch Europäische Sumpfschildkröten in der Schweiz als „vermutlich ausgestorben“.

Dank genetischer Untersuchungen (Utiger, Raemy) konnten einige der Findeltiere der bei uns mit Ausnahme des Tessins indigenen Unterart Emys orbicularis orbicularis mit Haplotyp IIa zugeordnet werden. Die damaligen Halter übergaben sie den Mitgliedern von SwissEmys.

Brutversuche mit den Eiern dieser Tiere bestätigten, dass sie sich bei unserem Klima vermehren können (s. Brutversuche). Unter anderem dank dieser neuen Erkenntnisse wurde die europäische Sumpfschildkröte 2005 in der Roten Liste neu eingestuft (“vom Aussterben bedroht”). Da die Tiere schon lange in Gefangenschaft lebten, war ein Auswildern nicht zu verantworten. Sie werden heute in dezentralen Zuchtgruppen betreut.

SwissEmys stellt nur offiziellen kantonalen Projekten Tiere zur Verfügung.

Kein Tier kommt in den Handel. SwissEmys arbeitet eng mit der karch (Kordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz der Schweiz) und dem „Projet Emys Suisse“ ( Jean Marc Duccotterd, Denis Mosimann) zusammen.